Bericht: 3. Damen - HSG Emden II

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Regionsklasse Ems-Jade Damen
HSG Neuenburg/Bockhorn III – HSG Emden II  17:16 (8:5)

Krimi Theater auf dem Spielfeld der 3. Damen der HSG Neuenburg/Bockhorn

Nach zwei erfolgreichen Heimsiegen hatten Trainerin Anika Rull und ihre Mädels einen riesigen Ehrgeiz mitgebracht, um auch im dritten Heimspiel einen Sieg zu feiern. Erneut hatte Anika Rull den Luxus, 14 Spielerinnen beim dritten Saisonspiel aufbieten zu können. Der heutige Gegner war ebenfalls mit zwei Siegen in die Saison gestartet und hieß HSG Emden II. Den Neuenburgerinnen war somit bewusst, dass das kein Zuckerschlecken wird. Schließlich möchte auch der Gegner sich weiter schadlos halten und die Neuenburgerinnen vom Thron stoßen. Dies führte zu einem sehr wechselhaften und enorm spannenden Spiel, das alle Anwesenden phasenweise an die Nervenbelastung brachte.

Zu Beginn des Spiels waren beide Mannschaften sehr nervös. Beide produzierten am laufenden Band technische Fehler und schlossen nur halbherzig ab. Dadurch fielen bis zur 16 Minute gerade einmal fünf Treffer (2:3), wobei die Neuenburgerinnen sich auch auf eine starke Zoe im Tor verlassen konnten. Die Neuenburger fingen sich dann auch mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr und konnten das Tempo etwas anziehen und den Ball schnell laufen lassen, um den Gegner nun besser zu überlisten. Genau das gelang Ihnen, zumal den trainierten Spielzügen immer mehr funktionierten. So konnten sie das Spiel drehen und den Vorsprung bis zur Pause auf 8:5 ausbauen und leicht aufatmen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah es zunächst gut aus, denn die Heimsieben erzielte binnen einer Minute direkt zwei Treffer zum 10:5. Doch danach wendete sich das Blatt aber sehr schnell und die Emderinnen holten nach und nach auf und glichen beim 10:10 nach 36 Minuten aus. Danach konnten die Neuenburgerinnen zwar immer wieder vorlegen, aber mehr als ein oder zwei Tore Vorsprung gelangen nicht, was Trainerin Anika Rull, ihren Spielerinnen und auch den Fans auf der Tribüne beinahe jetzt schon den Letzen Nerv nahm. Trotz ihrer überlegenen Schnelligkeit gab es mehrere Nachlässigkeiten auf Seiten der Neuenburgerinnen, wodurch es den Gegnern teilweise nicht allzu schwerfiel, sich durchzusetzen und Tore zu machen. Auch im Angriff gelang bei weitem nicht alles, weil die Emder sich nun besser auf die hemische HSG eingestellt hatte. Die Spannung zog sich so dermaßen durch das Spiel, dass es in der 52. Minute 14:14 stand. Die Neuenburger liefen sich immer wieder in der Deckung fest und mussten in der 55. Minute dann auch den ersten Rückstand nach langer Zeit hinnehmen. Eine Zwei-Minuten-Strafe machte es den Südfriesländerinnen dann nicht einfacher, doch glücklicherweise konnte man diese Überzahl durch Tore von Merrit und Lisa mit 2:0 gewinnen und beim 16:15 wieder in Führung gehen. Der Ausgleich folgte prompt und noch zwei Minuten waren auf der Uhr. Die Spannung war unerträglich und die Emderinnen gaben alles, um sich den 1. Tabellenplatz zu holen, aber auch die Neuenburgerinnen wollten nichts mehr herschenken. Die Neuenburgerinnen feuerten sich gegenseitig lautstark an, um zumindest das Unentschieden zu sichern, aber dann kam der entscheidende Ballgewinn in der Defensive und bei nur noch rund 30 Sekunden zu spielen nahm sich Lisa Groth den Ball und setzte zum finalen Stoß an, welches in das umjubelte Siegtor umgemünzt wurde.

Nach diesem schon fast unerwarteten Sieg lässt sich eins sagen: Die Mädels der 3. Damenmannschaft sind sehr gut darin, ihre Zuschauer auf die Folter zu spannen.

Es spielten: Annika Wandschneider, Laura Sawitzky, Marie Steenken (1), Kathrin Schröder, Emma Scholz (1), Mareike Schwarzer (1), Lisa Groth (9), Merle Bödeker, Laura Aileen Schlegel, Merrit Lübkemann (5), Lea Schetzki, Laurien Bakker und Zoe Paradies im Tor.

 

   
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